Beispiele aus dem Erlebnispark

Ein Spinnentier (”Weberknecht”) als Rekordhalter der elastischen Gelenktechnik. 

Das Maximum der Gelenktechnik im Tierreich gibt es bei einer Spinnentiergruppe (Weberknecht/Opiliones), die normalerweise eine Körpergröße von 20-30 mm (inklusive Beine) haben. Die im Modell gelb gestrichenen Ringe an den Gelenken kennzeichnen extrem elastische Beinzonen, die mit dem Wunderstoff “Resilin” aufgebaut sind. “Resilin” ist ein Werkstoff, der wegen seiner Schnelligkeit in Bezug auf Neuentwürfe in seiner Weiterentwicklung aufgegriffen wird. Spinnentiere, die in der Vegetation mit Hilfe ihrer supergelenkigen Beine eine kaum wiederholbare Spitzenleistung des Laufens über dem Boden erreichen.
Für die Orthopädie dürfte diese hier jetzt benötigte Material zukünftig von großer Bedeutung sein (Prothesen-Bildung u.a.).


Termiten - Vorbild für den Niedrigenergie-Hausbau ?

Termiten produzieren mit ihren Pilzgärten viel Wärme und Feuchtigkeit in ihrem Baukörper. So entsteht ein Klima von etwa 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 96 und 99 Prozent. Durch enge Eingangsröhren am Fuße des Termitenbaus wird kühle Frischluft zugeführt. Diese erwärmt sich während der Passage durch die einzelnen Etagen (dargestellt durch rote Fäden im Modell) und steigt langsam auf. Ein Teil der erwärmten und sauerstoffarmen Luft strömt nach außen ab, ein anderer Teil fließt seitlich in ein Röhrensystem der Wände, die von den Termiten mit Wasser befeuchtet werden. Während der Passage kühlt sich die Luft infolge der Transpirationskälte ab (dargestellt durch blaue Fäden). Bei der Zirkulation der Luft wird das von den Termiten und den Pilzen produzierte Kohlendioxid an die Außenluft abgegeben und Frischluft mit Sauerstoff wird eingebracht. Damit die Temperaturen innerhalb des Termitenbaus trotz der starken Schwankungen der Außentemperaturen über Tag und Nacht konstant bleiben, werden ständig durch einen Teil der Arbeiter Abschnitte des Belüftungssystems verschlossen oder geöffnet. Die gesamte Klimatisierung und Lüftung des Termitenbaus geschieht mit einem Minimum an Energieaufwand.


Techniken der Materialeinsparung durch Lochkonstruktionen mit geringem spezifischem Gewicht.

Die Entwicklung der Autofelgen von einer Ganzstahlfelge bis hin zur sprossenbetonten Aluminiumfelge folgt der Reihe des abnehmenden Gesamtgewichtes: Abnahme des spezifischen Gewichts von Stahl von über 7,0 auf unter 2,8 bei Aluminium. Die Felgen zeigen heute - vielleicht auch ein ästhetisches Merkmal für dieses Karosserieteil - eine sehr viel mehr “luftige Feinstruktur” mit der Tendenz, von der Ganzstahl-Rundplatte zu einem Stabsystem umgewandelt zu werden. Gleichzeitig besteht aber auch Bedarf nach Erhöhung der Stabilität. Das geringere Gesamtgewicht bewirkt bei Kraftfahrzeugen auch eine Verminderung des Kraftstoffbedarfs. Der Vergleich im Hinblick auf die Technik der Natur hat übrigens viele Ansätze: beispielsweise haben wir bei springenden Wirbeltieren eine starke Ausdünnung des Skelettes: ein Frosch kann Sprünge durchführen, bis zur 50fachen Körperlänge. Dies kommt dadurch, dass die Motormasse (Muskelmenge) erheblich viel stärker vergrößert werden konnte als die Masse der Karosseriestruktur (der Körperstruktur).


Das Dufthaus

Im Dufthaus erleben Sie intensive Düfte von vielen Pflanzenarten und erfahren etwas über die Physiologie des Riechens. Erkennen Sie alle Duftstoffe aus den Duftproben ? Ein jetzt schon zu besichtigender Teil des demnächst eröffneten Teilbereichs "Gesundheitsvorsorge".


Leistungen einer Rotbuche

Wieviel Sauerstoff produziert eine Rotbuche pro Tag ? Wieviel Kohlendioxid wird gebunden ? Wieviel Holz produziert so eine Buche eigentlich pro Jahr ?
Welche Gratisleistungen der Wald uns bietet, dies alles verdeutlicht die ökonomische Bilanz eines Rotbuchenwaldes.

Auf dem Gelände gibt es eine Vielzahl überdachter Informationsstände. Farben auf den Torbögen weisen den Weg zu unterschiedlichen Themenbereichen.


Ausstellungs- und Konferenzhaus

In dem großen Gebäude befinden sich Ausstellungsräume, Workshopräume und eine kleine Gastronomie. Der Konferenzsaal bietet die Möglichkeit für Tagungen für bis zu 250 Personen

 

Ausstellungshaus I 

im Gelände des Zukunftszentrums Mensch - Natur - Technik - Wissenschaft (ZMTW) mit oktaedrischer Bauweise des Grundrisses und dendritischem Ständerwerk zur Aufnahme der rhombischen Dachkuppeln.
Prinzip: wenig Wandfläche bei viel verfügbarem Raum. 
Auf 280 m² Fläche werden die Themen Oberflächentechnik, Mikro-Bautechnik, Klima und Energie und Ästhetik & Design an leicht verständlichen Modellen anschaulich dargestellt.

   

Beispiel: Prinzip „Haifischhaut“

Die Schuppenstruktur der Oberfläche von Haifischen ist so kleinstrukturiert, dass die Mikroschuppen mit bloßem Auge in der Regel nicht wahrnehmbar sind. Wenn man aber eine vieltausendfache Vergrößerung anlegt, bemerkt man, dass auf den einzelnen Schuppen sehr kompliziert konstruierte einzelne Rippen vorhanden sind. Die Firma “Speedo” hat nach der Konstruktion dieser „Riblets“ einen Anzug für Schnellschwimmer entworfen, der dazu führte, dass Weltrekorde im Schwimmen in erheblicher Zahl eingestellt worden sind. 
Die Flugzeug-Industrie bemüht sich heute ebenfalls, Hai-Häute in einer textilen Übersetzung als Überzug über große Flächen eines Flugzeuges zu verwenden um Treibstoff einzusparen.