Das Projekt
Die Nieklitzer Ökologie- und Ökotechnologie-Stiftung
(NICOL)/Institut für Ökotechnologie an der Universität Rostock beschäftigt
sich in Zusammenarbeit mit der Universität Lüneburg ("Universität
der Nachhaltigkeit") vor allem damit, wie die meist interdisziplinär
gewonnenen Ergebnisse der Naturbeobachtung und -analyse sowie die mögliche
technische Übertragung und Entwicklung erfolgreicher Produkte aus diesen
Naturvorbildern, also die gesamte Bionik/Ökotechnologie eine stärkere
Akzeptanz erfährt und beispielhaft die Zusammenarbeit unterschiedlicher
Wissenschaftsdisziplinen befördern kann.
Wichtige Einzelvorhaben sind:
- Fotografische Analyse und
neuartige, fotografische Präsentation bionischer Forschungsfragen und
näher zu untersuchender möglicher Antworten.
- Entwicklung neuer
dreidimensionaler Modelle auf der Basis fotografischer
Dokumentationen. Modellanfertigung unter wissenschaftlicher Anleitung
in der stiftungseigenen Modellbauwerkstatt.
- Präsentation von technischen
Transfer-Modellen zur Bionik vor ihren Naturvorbildern. Neben dem
"Zukunftszentrum Mensch-Natur-Technik-Wissenschaft (ZMTW)"
in Nieklitz auch an anderen Standorten (Kooperation mit verschiedenen
Einrichtungen) im weiteren Umfeld.
- Experimentelle Vorlesungen und
Bildungsveranstaltungen mit begleitenden Präsentationen und
Ausstellungen
- Vorbereitung neuer Ausstellungen;
Themenschwerpunkte: "Design und Ästhetik", "Bedeutung
der Biodiversität für die Bionik", "Adaptations- und
Ökonomie-Strategien".
Das Zukunftszentrum
"Mensch-Natur-Technik-Wissenschaft (ZMTW)", ein 18 ha großer
neuartiger Ausstellungs-, Bildungs- und Forschungspark in
Mecklenburg-Vorpommern bietet mit zahlreichen Exponaten, Modellen und
Ausstellungsbereichen zum Thema "Von der Natur lernen" besonders
gute Voraussetzungen, einer interessierten Öffentlichkeit, organisiert in
Besuchergruppen über Verbände, Fach-Kooperationen, Schülern und
Studentenpraktika die Bedeutung der Natur als Vorbild der bionischen
Analyse deutlich zu machen.
Bionischer Ansatz
Den Besuchern des Zukunftszentrums und
Teilnehmern von Veranstaltungen werden von der NICOL-Stiftung die Chancen
und Einblicke des bionischen Denkens und Arbeitens an Beispielen
erläutert. Dabei geht es vor allem auch um neue Suchmethoden nach
Naturvorbildern: Welches biologische Wissen ist nötig, um erfolgreich
nach Bionik-Beispielen suchen zu können.

Fachbezogener Vortrag im
Zukunftszentrum mit Großmodellen und erläuternden Handmodellen (Foto:
NICOL-Stiftung).
Beitrag zur Nachhaltigkeit
Von der Ausgangsfrage ausgehend, welche
Bedeutung Nachhaltigkeit innerhalb der Evolutionsstrategien besitzt,
werden unterschiedliche Aspekte der Biologie auf die Qualität der
Nachhaltigkeit getestet. Das ist Voraussetzung, um das "Von der Natur
Lernen-Prinzip" an der richtigen Stelle innerhalb der Biologie
anzusetzen, um umweltentlastende Effekte durch die technischen Lösungen
zu erzielen. Dies wird in die gesamte Öffentlichkeitsarbeit des
Zukunftszentrums und auf Veranstaltungen durch die NICOL-Stiftung in die
unterschiedlichen Ebenen der Bildungsarbeit integriert.
Anwendungspotential und
Wirtschaftlichkeit
Durch 3-D Modelle werden in der
NICOL-Stiftung die verschiedenen wissenschaftlichen Denkansätze der
Bionik einprägsam dargestellt. Die Integration unterschiedlicher
Fachgebiete, wie Physik, Chemie und das angewandt organismische Wissen der
Biologie, ergibt besondere Transfer-Möglichkeiten bionischer
Zusammenhänge in das allgemeine Bildungsverständnis, Politik und
Wirtschaft.
Projektpartner
Institut Umweltkommunikation der
Universität Lüneburg |